Ist die Jagdausbildung das Richtige für mich?

Zu Beginn solltest du natürlich mit dir selbst klären, ob die Ausbildung zum Jäger bzw. zur Jägerin das Richtige für dich ist. Ein ganz entscheidender Punkt ist sicher, ob bereits Familienangehörige oder Freunde auf die Jagd gehen. Für Menschen, die mit der Jagd groß geworden sind, stellt sich die Frage deshalb meist gar nicht, ob der Jagdschein das Richtige für sie ist. Sie wissen von klein auf, was Jagd bedeutet und welche Aufgaben und Pflichten damit verbunden sind. Wenn du bisher allerdings keinen oder nur einen geringen jagdlichen Bezug hast, stellt sich die Frage nach den Gründen schon eher. 

Die Gründe, warum sich Menschen für die Jagdausbildung entscheiden, können vielfältiger Natur sein. Einige entscheiden sich für die Ausbildung zum Jäger oder zur Jägerin, weil sie ein regionales und biologisches Lebensmittel konsumieren wollen. Andere wollen aktiv Natur- und Artenschutz betreiben oder sind einfach gerne in der Natur. Wieder andere mögen das soziale Miteinander in der Jägerschaft. Du siehst, die Gründe, sich für einen Jagdschein zu entscheiden, können vielseitig sein. Deshalb will ich dir in dem folgenden Text zeigen, was Jagd bedeutet und welche Vorteile du haben kannst, wenn du dich für eine Ausbildung zum Jäger oder zur Jägerin entscheidest.

Die Natur mit anderen Augen wahrnehmen.

Viele Menschen entscheiden sich für die Jagdausbildung, weil sie gerne Zeit in der Natur verbringen. Ob sie dann später auch aktiv auf die Jagd gehen, ist dann eine zweite Frage. Nichtsdestotrotz lernst du bei der Ausbildung zum Jäger oder zur Jägerin viel über die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Das ist für viele schon Anreiz genug, einen Ausbildungskurs zu besuchen. Zudem entwickelst du ein neues Bewusstsein für die Natur. Ein Waldspaziergang, auf dem du nahezu alle Bäume benennen kannst, die Vögel in den Baumwipfeln sowie die heimischen Säugetiere ansprechen kannst (Weidmännisch für das Feststellen von Art, Geschlecht, Alter, Verhalten und Konstitution) und deren Sozialstrukturen in Abhängigkeit der Jahreszeiten erkennst, schafft ein komplett neues Bewusstsein für die Natur und sorgt zusätzlich noch für Begeisterung bei deinen Mitspazierenden. Wenn du also schon immer naturverbunden warst und die Natur noch einmal mit anderen Augen wahrnehmen möchtest, dann ist der Besuch eines Ausbildungskurses zur Jägerin oder zum Jäger wahrscheinlich genau das Richtige für dich!

Auf der Jagd nach Wissen.

Kaum einer weiß so gut über die heimische Natur Bescheid, wie die Jägerinnen und Jäger. Die Jagdausbildung ist wohl eine der umfangreichsten Ausbildungen im Freizeitbereich, die man in Deutschland ablegen kann. Je nach Bundesland sind über 100 Ausbildungsstunden in einer Jagdschule vorgeschrieben bevor du zur Prüfung zugelassen werden kannst (Für weitere Informationen siehe: Wer kann Jäger oder Jägerin werden?). Dabei werden insgesamt sechs verschiedene Themengebiete in der Jagdausbildung behandelt und auch in der Prüfung abgefragt:

  • Jagdrecht und verwandte Rechtsgebiete, wie z.B. Strafrecht, Zivilrecht, Naturschutzrecht, Fleischhygiene Vorschriften,
  • Wildtierkunde bestehend aus Haar- und Federwild, inklusive dem Wissen über Anatomie, Lebensraum und Lebensweisen, Fortpflanzung, Ernährung, Sozialverhalten, Alters- und Sozialstrukturen, Krankheiten, …
  • Jagdhundewesen inklusive der verschiedenen Jagdhundeprüfungen, Ausbildungsmethoden und Rassen, …
  • Wald- und Feldbau inklusive des Erkennens der verschiedenen Pflanzenarten, dem Wissen über die Nutzung der Lebensräume, Bodenarten, Wildschäden und geschützten Gebieten, …
  • Waffenkunde mit der praktischen Schießausbildung, dem Wissen über den sicheren Umgang mit Waffen und der Waffenhandhabung, …
  • Jagdpraxis bestehend aus den Grundsätzen und dem Verhaltenskodex der Jägerinnen und Jäger (= Weidgerechtigkeit), den verschiedenen Jagdarten, dem Brauchtum, dem Erkennen von Pirsch- und Schusszeichen, dem Umgang mit dem erlegten Wild und der weiteren Versorgung, …

Du siehst, um ein Jäger oder eine Jägerin zu werden, musst du viel lernen und das ist auch gut so! Schließlich hast du als JägerIn eine große Verantwortung gegenüber der Natur, den darin lebenden Tieren und selbstverständlich auch gegenüber deinen Mitmenschen. Aber ich verspreche dir, es lohnt sich! Wenn du also schon immer mehr über die heimische Natur lernen wolltest, dann ist der Besuch eines Ausbildungskurses zur Jägerin oder zum Jäger wahrscheinlich genau das Richtige für dich!


Jagen gehen heißt Verantwortung übernehmen.

Der Verhaltens- und Ethik-Kodex der Jägerinnen und Jäger ist die Weidgerechtigkeit. Einige von diesen Grundsätzen sind in Gesetzen niedergeschrieben, andere wiederum sind von Eigenverantwortlichkeit und Selbstbeschränkung getrieben und folglich nicht niedergeschrieben. Die Weidgerechtigkeit umfasst drei Dimensionen: Tierschutz; Umwelt-, Natur- und Artenschutz; Mitmenschlichkeit. In der Jägerschaft sind Verhaltensweisen abzulehnen, die gegen die Grundsätze der Weidgerechtigkeit verstoßen. Als JägerIn bist du also dafür verantwortlich, die Grundsätze der Weidgerechtigkeit zu leben und einzuhalten.

Tierschutz.

Dem Tier gebührt die größtmögliche Wertschätzung und die Schaffung von bestmöglichen Lebensbedingungen. Das Tier wird mit größter Achtung erlegt und vermeidbare Schmerzen sind stets zu ersparen. Dafür sind wir Jägerinnen und Jäger verantwortlich. In unserer modernen Gesellschaft geben wir Verantwortung gerne ab. Einen Fehler abzustreiten, ist meist leichter, als die Verantwortung dafür zu übernehmen. Bei der Jagd geht das nicht! Bei der Jagd musst du zu 100 % zu deinen Handlungen stehen. Es gibt das schöne Sprichwort: „Eine Kugel, die den Lauf verlässt, stoppst du nicht mehr.“ Für deinen abgegeben Schuss bist einzig und allein du verantwortlich. Deshalb ist hier auch besondere Achtsamkeit geboten. Neben den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit, wozu auch das richtige Ansprechen des Wildes gehört, und der Berücksichtigung von möglicherweise durch die Schussabgabe gefährdeter Personen, gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Faktoren zu beachten. Es gilt vor jeder Schussabgabe: „Im Zweifel bleibt der Finger gerade.“ Aber nicht nur die Schussabgabe erfordert verantwortungsvolles Handeln. Auch nach der Schussabgabe bist du als JägerIn dafür verantwortlich, das geschossene Stück (Weidmännisch für ein Individuum, z.B. ein Stück Rehwild, ein Stück Schwarzwild. Der Begriff Stück ist aber nicht abwertend gemeint!) umgehend und fachmännisch zu versorgen. Dazu gehören neben dem fachgerechten Aufbrechen auch das Zerwirken und die Verwertung des Wildbrets.

Umwelt-, Natur- und Artenschutz.

Die Jagd mit ihrer Hegepflicht dient dem Biotop- und Artenschutz insgesamt. Jäger fühlen sich nicht nur dem gesetzlichen Hegeauftrag verpflichtet, sondern sind von der Notwendigkeit der Erhaltung unserer Natur überzeugt und beteiligen sich aktiv daran. Das Wild ist im Kontext seiner Umwelt zu betrachten, was ein weitsichtiges Handeln erfordert. Dafür sind wir Jägerinnen und Jäger verantwortlich. Jägerinnen und Jäger betreiben aktiven Natur- und Artenschutz und greifen folglich mit ihrem Handeln gezielt in ein sensibles System ein. Eingriffe müssen gut überlegt sein und auf einem breiten Fachwissen fußen. Den Aspekt des Natur- und Artenschutzes bezeichnen wir weidmännisch als Hege und Pflege. Als JägerIn bist du gemäß Bundesjagdgesetz sogar zur Hege verpflichtet. § 1 Abs. 1 Bundesjagdgesetz (BJG) schreibt dazu: „Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden.“ Weiter heißt es in § 1 Abs. 2 BJG: „Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen;“. Dafür sind wir als Jägerinnen und Jäger verantwortlich.   

Mitmenschlichkeit.

Als JägerIn hast du auch eine Verantwortung gegenüber deinen Mitmenschen. So gehört zu den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit beispielsweise auch, dass du dich anständig gegenüber Mitjägern und Mitjägerinnen sowie der nichtjagenden Bevölkerung zu verhalten hast und dem Ansehen der Jäger in der Öffentlichkeit nicht schaden sollst. Dafür sind wir als Jägerinnen und Jäger verantwortlich.

Diesen verschiedenen Verantwortungs-Dimensionen kommen wir, durch eine umfangreiche Jagdausbildung, nach. Zudem bilden sich viele Jägerinnen und Jäger auch nach dem bestandenen Jagdschein umfassend weiter. Dazu gehören neben dem regelmäßigen Schießtraining auch die Ausbildung von Jagdhunden, sowie Weiterbildungen in den Bereichen der Wildbretverwertung, des Wald- und Landschaftsbaus und vieles mehr. Ausdruck dieser Verantwortung sind auch eine Vielzahl von Initiativen, die durch die Jägerinnen und Jäger angestoßen werden, wie z.B. Wild auf Wild (https://www.wild-auf-wild.de/); Lernort Natur (https://www.jagdverband.de/lernort-natur), Naturlandprojekt „Artenreiche Flur“ (https://www.ljv-brandenburg.de/jagd-natur/lehrrevier-gross-kreutz/projekt-artenreiche-flur/), um nur einige zu nennen. Wenn du dich schon immer aktiv für den Natur-, Umwelt- und Artenschutz einsetzen und Verantwortung übernehmen wolltest, dann ist der Besuch eines Ausbildungskurses zur Jägerin oder zum Jäger wahrscheinlich genau das Richtige für dich!


Die Ethik des Fleischkonsums als integraler Bestandteil.

Machst du dir über deinen Fleischkonsum oder das Fleischessen allgemein Gedanken? Oder ernährst du dich vielleicht sogar vegetarisch oder vegan? Dann ist deine Entscheidung Jägerin oder Jäger zu werden gar nicht so fern. Jetzt fragst du dich sicherlich, wie soll das denn gehen?! Ein Veganer, der zur Jagd geht? Tatsächlich entscheiden sich viele Vegetarier oder Veganer dazu, einen Jagdschein zu machen. Für Menschen, die nur selbsterlegtes Fleisch konsumieren gibt es mittlerweile sogar einen Namen: Jeganer. Die Motivation von Jägern auf die Jagd zu gehen und von Nicht-Fleischessern auf den Konsum von Fleisch zu verzichten, sind meist sehr ähnlich. Viele Nicht-Fleischesser verzehren aus ethischen Gründen kein Fleisch. Sie haben nicht das Problem, mit dem Töten eines Lebwesens an sich, sondern mit dem, wie es getötet wird und wie es davor lebt. Sie wollen nicht für schlechte Haltungsbedingungen oder lange Transportwege verantwortlich sein. Zudem ist für sie ein nachhaltiges und biologisches Lebensmittel von entscheidender Bedeutung, sei es nun tierischen Ursprunges oder nicht. Wo wir auch gleich bei den Jägerinnen und Jägern wären. Ihr „Lebensmittel“ muss nicht unter schlechten Haltungsbedignungen oder langen Transportwegen leiden. Ganz im Gegenteil, es lebt komplett selbstbestimmt, bis es gezielt der Natur entnommen wird. Hinzu kommt, dass durch die Jagd ein nachhaltiges und 100 % biologisches Lebensmittel gewonnen wird, keine Medikamente, kein Mastfutter. So kann die Jagd eine Vielzahl der heute, häufig im Zusammenhang mit unserer Ernährung, aufgeworfenen Fragen beantworten. Wenn du dich weiter mit der Jagd beschäftigst, wirst du merken, dass sie sogar noch viel mehr Fragen dahingehend beantworten kann. Um nur ein weiteres Beispiel zu nennen: Die negative CO2-Bilanz von Fleisch.

Wenn du also für dich entscheidest, Fleisch zu konsumieren, ist die Jagd die wohl ehrlichste und aufrichtigste Form dies zu tun. Fleisch zu konsumieren und die Jagd zu verfluchen, scheint an dieser Stelle fast ignorant. Schließlich lebt das Lebewesen, dessen Fleisch im Supermarkt gekauft wird, nicht annährend so selbstbestimmt wie das Wild in unseren heimischen Wäldern. Hinzu kommt eine enorme Bewusstseinserweiterung für den Wert eines Stückes Fleisch, wenn man es selbst erlegt, selbst aufgebrochen und zerwirkt und am Ende auch noch selbst zubereitet hat. Etwas davon zu verschwenden, käme wohl den wenigsten Jägerinnen und Jägern in den Sinn. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass sich Jägerinnen und Jäger dem Wild in ihren Revieren sehr verbunden fühlen, was die Wertschätzung für das genommene Leben zusätzlich erhöht. Um diese Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen, gibt es unter den Weidmännern und Weidfrauen verschiedene Bräuche, wie zum Beispiel den letzten Bissen (Dem erlegten Stück Wild wird ein unbearbeiteter Zweig in den Äser gesteckt) oder das Verblasen der Strecke (Jagdhornklänge nach dem Strecke legen), die dem Wild Dankbarkeit und Wertschätzung entgegenbringen und die JägerInnen zum reflektieren ihrer Handlungen bringen sollen. Wenn du für dich entscheidest, kein Fleisch konsumieren zu wollen und deshalb nicht auf die Jagd zu gehen, ist das auch vollkommen in Ordnung. Schließlich heißt es „leben und leben lassen“ und jeder sollte die Einstellung und Ansichten Anderer unter Berücksichtigung der Gründe und Umstände akzeptieren. Wenn du dir über deinen Fleischkonsum Gedanken machst und daran gerne etwas ändern würdest, dann ist der Besuch eines Ausbildungskurses zur Jägerin oder zum Jäger wahrscheinlich genau das Richtige für dich!    


Jagd ist mehr als Beute machen.

Die Jagd stellt in ihrer Gesamtheit weit mehr dar, als das bloße Beute machen. Die Nahrungsmittelgewinnung ist zwar ein wichtiger Teil, der die Jagd legitimiert, die Tätigkeiten der Jäger sind aber weitaus vielfältiger. Neben dem Natur- und Artenschutz, wir nennen das in der Weidmannssprache Hege und Pflege, verfolgt die Jagd auch eine aufklärerische Aufgabe. Die Jägerschaft versteht sich als Vertreter des Wildes und der natürlichen Lebensräume, in denen sich das Wild aufhält. Diesen Aufgaben nachzukommen, erfordert ein umfassendes Wissen, das es stetig gilt aufzufrischen und zu erweitern. Deshalb gehören auch regelmäßige Weiterbildungen und Trainings zum Jägerleben dazu. Selbstverständlich gibt es auch eine Vielzahl von sozialen Events, an denen Jäger und Jägerinnen teilnehmen, wie beispielsweise gemeinsame Ansitze, Drückjagden mit dem anschließenden Schüsseltreiben (so nennen wir in der Weidmannssprache das gemeinsame Essen danach), die Jagdhornbläsergruppe, das Engagement in der Naturpädagogik und viele mehr. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Fakt, dass viele Menschen auf der Suche nach Beschäftigung und Auslastung für ihre Hunde zur Jagd kommen. In der unten abgebildeten Grafik haben wir für dich mal einige Gründe aufgelistet, warum sich Menschen heutzutage für die Jagd entscheiden. Diese Auflistung ist sicherlich nicht vollständig und jeder Mensch hat andere Beweggründe sich für die Jagd zu entscheiden. Du solltest aber Wissen, dass das reine Beutemachen nur ca. 5 % der Tätigkeiten der Jägerinnen und Jäger ausmacht und die Jagd im weiteren Sinne viel umfassender ist. Prüfe doch einfach mal selbst, welcher Beweggrund oder welche Beweggründe für dich am ehesten zutreffen. Wenn du an mehr als dem reinen Beutemachen interessiert bist, dann ist der Besuch eines Ausbildungskurses zur Jägerin oder zum Jäger wahrscheinlich genau das Richtige für dich!

In die Jagdwelt eintauchen und Vorurteile abbauen.

Wenn du bisher nur wenig Kontakt zu Jägern und Jägerinnen hattest, wirst du eventuell Vorurteile haben. Wir alle haben bei bestimmten Personengruppen Bilder und Stereotype im Kopf und denken, dass unsere Wahrheit darüber die Richtige ist. Jäger sind dicke alte Männer, haben einen Dackel, tragen grünen Loden und Hut und sind an der dicksten Trophäe interessiert. Sicher ist an jedem Stereotyp etwas Wahres dran, aber schauen wir uns doch einfach mal die Zahlen aus 2016 an:
(Quelle: https://www.jagdverband.de/content/j%C3%A4ger-sind-moderner-als-ihr-ruf) an:

  • Anteil von Frauen: 7 %
  • Durchschnittsalter der Frauen: 51 Jahre
  • Anteil von Männern: 93 %
  • Durchschnittalter der Männer: 57 Jahre

Schauen wir uns nun die Zahlen aus 2018 (Quelle: https://www.jagdverband.de/content/die-jagd-wird-weiblicher) zu der Verteilung in den Ausbildungskursen in Deutschland an:

  • Anteil von Frauen in den Ausbildungskursen: 24 %
  • Durchschnittsalter dieser Frauen: 35 Jahre
  • Anteil von Männern in den Ausbildungskursen: 76 %
  •  Durchschnittalter dieser Männer: 36 Jahre

Das Vorurteil, dass die Jagd eine Domäne von alten Männern ist, ist somit nicht haltbar. Das Interesse an Trophäen ist auch nicht die primäre Motivation der meisten Jäger. Die moderne Jagd ist ganz anders motiviert. Sicherlich freut man sich über eine schöne Trophäe, da sie an ein bestimmtes Jagderlebnis, z.B. in einem schönen Revier oder mit besonderen Menschen, erinnert. Die primäre Motivation ist für die meisten Jägerinnen und Jäger aber ein ökologisch und ethisch vertretbares Lebensmittel zu gewinnen und sich für den Natur- und Artenschutz zu engagieren.
Wie du siehst, brauchst du also keine Angst haben, die einzige Frau in deinem Ausbildungskurs zur Jägerin zu sein. Du brauchst auch keine Angst haben, dass du mit Abstand der jüngste Jäger oder die jüngste Jägerin bei der Jagdausbildung bist. Ich bin mir sicher, dass es während der Jagdausbildung noch viele weitere „Aha-Momente“ für dich geben wird. Wenn du bereit und offen bist, mögliche Vorurteile abzubauen, dann ist der Besuch eines Ausbildungskurses zur Jägerin oder zum Jäger wahrscheinlich genau das Richtige für dich!  

Schlusswort.

Wenn ich die Jagd beschreiben müsste, würde ich sagen, sie ist eine Lebenseinstellung. Sie gibt vieles, was moderne Gesellschaften vermissen lassen. Sie ist echt, ehrlich und authentisch. Sie kennt keine Ausreden, nur Verantwortung. Verantwortung gegenüber den Lebewesen, der Natur und den Mitmenschen. Sie bringt dich zum Hinterfragen, erweitert dein Bewusstsein für die wichtigen Dinge im Leben, für die Einfachheit und den Sinn des Lebens. Sie bringt dich zum Nachdenken, zwingt dich zum Lernen.

Wenn du herausfinden willst, was Jagd für dich bedeutet, dann melde dich für die Jagdausbildung an. Ganz egal, ob du am Ende ein Tier erlegen kannst oder nicht. Du wirst viel über die Natur und auch über dich selbst lernen und einen Einblick in eine neue Welt bekommen. Wenn die oben genannten Gründe dein Interesse geweckt haben oder du eh schon immer Interesse an einem der oben genannten Punkte hattest, dann ist die Ausbildung zum Jäger oder zur Jägerin wahrscheinlich genau das Richtige für dich!

Wenn du dich noch unsicher fühlst, weil du bisher keinen Kontakt zu Jägern oder Jägerinnen hattest, keine Angst! Du wirst während der Ausbildung viele spannende und nette Leute kennenlernen, denen es genauso geht! Und außerdem nehme ich dich schon vor der Ausbildung an die Hand, helfe dir bei der Ausbildung und begleite dich ein JägerInnenleben lang! Deshalb scheue dich bitte nicht, mich unter christopher@jaegerschmiede.de zu kontaktieren. Ich helfe dir gerne auf deinem Weg zum Jäger oder zur Jägerin.

Viel Freude bei deiner Jagdausbildung und deinen ganz persönlichen Erfahrungen!

Weidmannsheil,  

Dein Christopher.

Bedenke bitte, dass der Text keine allumfassende Aufzählung ist, sondern dir Denkanstöße zum weiteren Recherchieren geben soll.