Deine Ausbildung zum Jäger 2020: Was muss ich alles beachten, um Jäger oder Jägerin zu werden?

Einleitung

Jagd: Vergangenheit und Gegenwart. Die Jagd ist ein über Jahrtausende altes Handwerk. Die ersten Belege für die Jagd sind rund 1,7 Millionen Jahre alt und fallen mit der Ausbreitung des Homo erectus zusammen. Bis vor ungefähr 12.000 Jahren lebten nahezu alle Menschen als Jäger und Sammler. Mit der zunehmenden Sesshaftwerdung des Menschen und der damit verbundenen Viehzucht, verlor die Jagd für eine Vielzahl von Menschen an Bedeutung. Gehörte die Jagd früher zum Leben dazu und war dabei essenzieller Bestandteil zur Sicherung des Überlebens, wurde sie in jüngster Vergangenheit oft geächtet und mit der Lust am Töten assoziiert. Doch heute erlebt die Jagd eine Renaissance. In Zeiten von urbanlebenden Menschen und immer größer werdenden Städten, ist die Suche nach dem Sinn, dem Ursprünglichen und dem Natürlichen ungebrochen. Menschen beginnen ihre Lebensweisen und ihr Konsumverhalten zu hinterfragen. Sollte ich auf Plastik verzichten? Ist es in Ordnung, wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre oder sollte ich doch lieber die Bahn nehmen? Darf ich die Avocado mit der schlechten CO2 Bilanz konsumieren? Sollte ich mehr Bio-Lebensmittel kaufen und ist da überhaupt Bio drin, wenn es draufsteht? Ist es okay, wenn ich Fleisch esse? Sollte ich doch lieber auf Fleisch verzichten und vegetarisch oder vegan leben?

Werde JägerIn. Wenn du dir diese oder einige dieser Fragen stellst, dann bist du schon auf einem guten Weg, Jägerin oder Jäger zu werden! Neben der Frage, ob die Jagdausbildung überhaupt das Richtige für dich ist, gilt es auch zu klären, welche Voraussetzungen überhaupt erfüllt sein müssen, damit du einen Jagdschein erhältst. Da für den Jagdschein eine umfangreiche Jagdausbildung abgeschlossen werden muss, stellst du dir sicher auch die Fragen danach, wo du deine Jagdausbildung in Deutschland machen kannst, welche Kursformen es gibt, wie lange die Ausbildung zum Jäger dauert, was die Ausbildung kostet und welche Inhalte behandelt werden und natürlich auch, wie es nach der Jagdausbildung weitergeht.

Wenn du dich noch unsicher fühlst, weil du bisher keinen Kontakt zu Jägerinnen oder Jägern hattest, keine Angst! Du wirst während der Jagdausbildung viele spannende und nette Leute kennenlernen, denen es genauso geht! Und außerdem nehmen ich dich schon vor der Jagdausbildung an die Hand, helfe dir während der Ausbildung und begleite dich ein JägerInnenleben lang! Deshalb scheue dich bitte nicht, mich unter christopher@jaegerschmiede.de zu kontaktieren, wenn du Fragen, Probleme oder Anregungen hast. Ich helfe dir gerne auf deinem Weg zum Jäger oder zur Jägerin.

Die folgenden Abschnitte sollen dir weitere Informationen zu deiner Jagdausbildung bereitstellen.

Christopher

Jägerschmiede

 

Viel Freude bei deiner Jagdausbildung und deinen ganz persönlichen Erfahrungen! Ich wünsche dir allzeit Weidmannsheil und eine sichere Kugel!

Dein Christopher

Ist die Jagdausbildung das Richtige für mich?

Ich habe für dich in einem separaten Text einmal zusammengetragen, was Jagd bedeutet und welche Vorteile du haben kannst, wenn du dich für eine Ausbildung zum Jäger oder zur Jägerin entscheidest. Damit kannst du für dich schon einmal vorab ausloten, ob die Ausbildung zum Jäger oder zur Jägerin für dich in Frage kommt. Zu dem vollständigen Text Ist die Jagdausbildung das Richtige für mich? geht’s hier entlang.  

Gründe für die Jagd: Eine Übersicht

Wer kann Jäger oder Jägerin werden (Voraussetzungen)?

Als Jäger und Jägerinnen bezeichnen wir Inhaber und Inhaberinnen eines Jagdscheins. Um in Deutschland die Jagd ausüben zu dürfen, ist der Besitz eines gültigen Jagdscheins Voraussetzung. Jäger ist also erst einmal keine Berufsbezeichnung. Der wohl größte Teil der Menschen mit Jagdschein übt die Jagd nicht beruflich, sondern als Hobby und damit in der Freizeit aus. Allerdings gibt es auch die sogenannten Berufsjäger bzw. Revierjäger. Hierbei handelt es sich um eine Berufsbezeichnung, die zu den staatlich anerkannten Ausbildungsberufen gehört. Als Voraussetzung für die dreijährige Ausbildung zum Revierjäger bzw. zur Revierjägerin ist eine erfolgreich bestandene Jägerprüfung vorgeschrieben (https://www.berufsjaegerverband.de/page/beruf-berufsjaeger/berufsbild.php). Aber welche Voraussetzungen musst du nun erfüllen, um einen Jagdschein zu bekommen ganz egal, ob du die Jagd als Hobby ausüben, oder später einmal eine Ausbildung als Berufsjäger oder Berufsjägerin beginnen möchtest?

Neben dem Willen sich neues Wissen anzueignen und der Bereitschaft des eigenständigen Lernens gibt es, wie überall natürlich auch, gesetzliche Voraussetzungen, die du erfüllen musst, um am Ende einen Jagdschein zu bekommen. Diese möchte ich dir im Folgenden näher vorstellen. Grundsätzlich kann sich erst einmal jeder, ohne Voraussetzungen erfüllen zu müssen, zur Jagdausbildung in einer Jagdschule seiner Wahl anmelden. Die nachfolgend aufgezeigten Voraussetzungen gelten für die Zulassung zur Jagdprüfung bzw. zum letztendlichen Lösen eines Jagdscheines. Ich möchte dir diese aber schon in der Rubrik Jagdausbildung vorstellen, da du so bereits vor der Anmeldung zur Jagdausbildung prüfen kannst, ob eine bestimmte Voraussetzung bei dir nicht erfüllt ist, um am Ende einen Jagdschein zu bekommen. Einen Großteil dieser Voraussetzungen findest du in den Paragraphen 15 – 18a des Bundesjagdgesetztes (BJG).

  

Also, los geht’s mit den Voraussetzungen, die du erfüllen musst, um am Ende einen Jagdschein in den Händen zu halten:

Mindestalter

18 Jahre; Eine Ausnahme bildet der Jugendjagdschein, der bereits mit einem Mindestalter von 16 Jahren erteilt werden kann und an bestimmte Vorgaben geknüpft ist (§ 16 BJG).

  • 16 BJG: (1) Personen, die das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht achtzehn Jahre alt sind, darf nur ein Jugendjagdschein erteilt werden. (2) Der Jugendjagdschein berechtigt nur zur Ausübung der Jagd in Begleitung des Erziehungsberechtigten oder einer von dem Erziehungsberechtigten schriftlich beauftragten Aufsichtsperson; die Begleitperson muß jagdlich erfahren sein. (3) Der Jugendjagdschein berechtigt nicht zur Teilnahme an Gesellschaftsjagden. (4) Im Übrigen gilt § 15 entsprechend.
  • 17 Abs. 1 Nr. 1: Der Jagdschein ist zu versagen Personen, die noch nicht sechzehn Jahre alt sind;
Zuverlässigkeit

Nachweis eines „sauberen“ Führungszeugnisses. Begangene Straftaten können zur Unzuverlässigkeit führen.

  • 17 Abs. 1 Nr. 2 BJG: „Personen, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß sie die erforderliche Zuverlässigkeit oder körperliche Eignung nicht besitzen;“
  • 17 Abs. 3 BJG: „Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen Personen nicht, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß sie
    1. Waffen oder Munition mißbräuchlich oder leichtfertig verwenden werden;
    2. mit Waffen oder Munition nicht vorsichtig und sachgemäß umgehen und diese Gegenstände nicht sorgfältig verwahren werden;
    3. Waffen oder Munition an Personen überlassen werden, die zur Ausübung der tatsächlichen Gewalt über diese Gegenstände nicht berechtigt sind.
  • 17 Abs. 4 BJG: „Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen in der Regel Personen nicht, die1.
1.
a) wegen eines Verbrechens,
b) wegen eines vorsätzlichen Vergehens, das eine der Annahmen im Sinne des Absatzes 3 Nr. 1 bis 3 rechtfertigt,
c) wegen einer fahrlässigen Straftat im Zusammenhang mit dem Umgang mit Waffen, Munition oder Sprengstoff,
d) wegen einer Straftat gegen jagdrechtliche, tierschutzrechtliche oder naturschutzrechtliche Vorschriften, das Waffengesetz, das Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen oder das Sprengstoffgesetz

zu einer Freiheitsstrafe, Jugendstrafe, Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen oder mindestens zweimal zu einer geringeren Geldstrafe rechtskräftig verurteilt worden sind, wenn seit dem Eintritt der Rechtskraft der letzten Verurteilung fünf Jahre nicht verstrichen sind; in die Frist wird die Zeit eingerechnet, die seit der Vollziehbarkeit des Widerrufs oder der Rücknahme eines Jagdscheines oder eines Waffenbesitzverbotes nach § 41 des Waffengesetzes wegen der Tat, die der letzten Verurteilung zugrunde liegt, verstrichen ist; in die Frist nicht eingerechnet wird die Zeit, in welcher der Beteiligte auf behördliche oder richterliche Anordnung in einer Anstalt verwahrt worden ist;

2. wiederholt oder gröblich gegen eine in Nummer 1 Buchstabe d genannte Vorschrift verstoßen haben;

Persönliche Eignung

Die persönliche Eignung ist nicht gewährleistet, wenn z. B. bestimmte geistige oder körperliche Behinderungen, Krankheiten, wie Rauschmittel- oder Alkoholsucht oder Geschäftsunfähigkeit vorliegen.

  • 17 Abs. 1 Nr. 2 BJG: „Personen, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß sie die erforderliche Zuverlässigkeit oder körperliche Eignung nicht besitzen;“
  • 17 Abs. 4 Nr. 3 und 4 BJG: „Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen in der Regel Personen nicht, die
    • geschäftsunfähig oder in der Geschäftsfähigkeit beschränkt sind;
    • trunksüchtig, rauschmittelsüchtig, geisteskrank oder geistesschwach sind.
Nachweis der Sachkunde

Die Teilnahme an einem Lehrgang für die Jagdausbildung ist in einigen Bundesländern Voraussetzung, um zur Jagdprüfung zugelassen zu werden. Hierbei regeln die Bundesländer den Umfang der zu absolvierenden Theorie- und Praxisstunden, die für die Zulassung zur Jägerprüfung notwendig sind. In einigen Bundesländern, wie z. B. Niedersachsen, ist der Besuch eines Ausbildungskurses nicht vorgeschrieben, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Genaueres dazu kannst du der Rubrik Jägerprüfung entnehmen. Zum Ausklappen sind zwei Beispiele für Brandenburg und Bayern aufgeführt.

  • 15 Abs. 5 BJG: „… ;er muß in der Jägerprüfung ausreichende Kenntnisse der Tierarten, der Wildbiologie, der Wildhege, des Jagdbetriebes, der Wildschadensverhütung, des Land- und Waldbaues, des Waffenrechts, der Waffentechnik, der Führung von Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen), der Führung von Jagdhunden, in der Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen, in der Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel, und im Jagd-, Tierschutz- sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht nachweisen;“
  • 15 Abs. 5 BJG: „Die Länder können die Zulassung zur Jägerprüfung insbesondere vom Nachweis einer theoretischen und praktischen Ausbildung abhängig machen.“
  • Beispiel Brandenburg (Verordnung über die Jägerprüfung (Jägerprüfungsordnung – JPO): https://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-212246
    • 2 Abs. 4 (Zulassung zur Prüfung): Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen: 1. Der Nachweis über die erfolgte Ausbildung gemäß § 3 JPO.
    • 3 Abs. 1 JPO (Ausbildung): Die Ausbildung muss in einem Ausbildungslehrgang zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung erfolgen. Der Lehrgang beinhaltet eine theoretische Ausbildung, die eine Ausbildungszeit von mindestens 150 Stunden umfasst. Davon sind für das jagdliche Übungsschießen mindestens 30 Stunden vorzusehen.
    • 3 Abs. 2 S. 3 JPO (Ausbildung): Eine Bescheinigung über die Teilnahme darf nur erteilt werden, wenn der Teilnehmer mindestens an 80 Prozent der Ausbildungszeit teilgenommen hat.
    • 3 Abs. 3 JPO (Ausbildung):
      • eine mindestens 40-stündige jagdpraktische Ausbildung im Rahmen eines Ausbildungslehrgangs zu absolvieren oder
      • eine mindestens einjährige jagdpraktische Ausbildung bei einem erfahrenen, jagdpachtfähigen Jagdscheininhaber (Mentor), der Zugang zu einem für die jagdliche Ausbildung geeigneten Jagdrevier hat, abzuleisten. Dabei sind insbesondere Kenntnisse zum Bau von jagdlichen Einrichtungen, zu allen übrigen Revierarbeiten, zum Ansprechen des Wildes, zur Versorgung von erlegtem Wild, zur Haltung, Abrichtung und Führung von Jagdhunden sowie zu den verschiedenen Jagdarten, insbesondere zur Durchführung von Gesellschaftsjagden und den dabei erforderlichen Sicherheitsbestimmungen, zu vermitteln. Der Mentor stellt dem Bewerber einen Nachweis über die jagdpraktische Ausbildung aus. Ist der Mentor nicht jagdausübungsberechtigt, ist der Nachweis auch vom Jagdausübungsberechtigten des Ausbildungsreviers zu bestätigen. Der Nachweis enthält Angaben über das Revier, den Zeitraum der Ausbildung sowie über die durchgeführten Tätigkeiten.
  • Beispiel Bayern (Verordnung über die Jäger- und Falknerprüfung (Jäger- und Falknerprüfungsordnung – JFPO): https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayJFPO
    • 6 Abs. 1 JFPO: Voraussetzung für die Zulassung sind:
    • 6 Abs. 1 Nr. 4 JFPO: Bei der Jägerprüfung: Der Nachweis über die Teilnahme an einer jagdlichen Ausbildung nach § 7 Abs. 1 und 2 oder – bei Prüfungsvorbereitungen außerhalb Bayerns – über eine vergleichbare Ausbildung, wobei die Entscheidung über die Vergleichbarkeit der Prüfungsbehörde obliegt,
    • 7 Abs. 1 JFPO: Die Bewerber haben eine jagdliche Ausbildung abzuleisten, die mindestens 120 Stunden umfassen muss. Auf den praktischen Teil müssen mindestens 60 Stunden entfallen. Die Ausbildung im Schießen ist hierauf nicht anzurechnen. Der praktischen Ausbildung über 60 Stunden steht eine einjährige jagdliche Ausbildung außerhalb eines Ausbildungslehrgangs bei einer Lehrperson gleich, die ihre Tätigkeit nach Abs. 4 angezeigt hat.
Bestandene Jägerprüfung

Die Prüfung setzt sich aus drei Teilen zusammen: Schriftliche Prüfung, Mündlich-/Praktische Prüfung und Schießprüfung. Genauere Informationen zur Prüfung kannst du unserer Seite zum Thema Jägerprüfung entnehmen. Dort findest du die jeweilige Prüfungsordnung für dein Bundesland und weißt somit genau, aus welchen Teilen deine Prüfung besteht und welche Anforderungen es gibt. Dort findest du deine Prüfungsordnung auch übersichtlich zusammengefasst, um einen ersten Überblick zu erhalten. Genaueres zum Inhalt und Ablauf der Prüfung regeln nämlich die jeweiligen Bundesländer. Dein Jagdausbilder oder deine Jagdausbilderin wird dir bei Fragen zur Seite stehen und dich optimal auf das Bestehen der Prüfung vorbereiten.

  • 15 Abs. 5 BJG: „Die erste Erteilung eines Jagdscheines ist davon abhängig, daß der Bewerber im Geltungsbereich dieses Gesetzes eine Jägerprüfung bestanden hat, die aus einem schriftlichen und einem mündlich-praktischen Teil und einer Schießprüfung bestehen soll; er muß in der Jägerprüfung ausreichende Kenntnisse der Tierarten, der Wildbiologie, der Wildhege, des Jagdbetriebes, der Wildschadensverhütung, des Land- und Waldbaues, des Waffenrechts, der Waffentechnik, der Führung von Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen), der Führung von Jagdhunden, in der Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen, in der Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel, und im Jagd-, Tierschutz- sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht nachweisen; mangelhafte Leistungen in der Schießprüfung sind durch Leistungen in anderen Prüfungsteilen nicht ausgleichbar.“
Jagdhaftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung ist Pflicht!

  • 17 Abs. 1 BJG: „Der Jagdschein ist zu versagen…Personen, die keine ausreichende Jagdhaftpflichtversicherung (fünfhunderttausend Euro für Personenschäden und fünfzigtausend Euro für Sachschäden) nachweisen;“
Weitere Versagungsgründe (Kann-Bestimmungen):

Diese regelt § 17 Abs. 2 BJG. Demnach kann der Jagdschein Personen versagt werden, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes sind; Personen, die nicht mindestens drei Jahre ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt ununterbrochen im Geltungsbereich dieses Gesetzes haben; Personen, die gegen die Grundsätze des § 1 Abs. 3 BJG (Waidgerechtigkeit) schwer oder wiederholt verstoßen haben.

Die Jagdausbildung in Deutschland

Du kannst dir deine Jagdschule komplett frei auswählen. Du solltest dir aber im Klaren sein, dass du unter Umständen nicht zur Prüfung zugelassen wirst oder keinen Jagdschein lösen kannst, wenn du eine Voraussetzung aus dem vorherigen Abschnitt nicht erfüllst. Deshalb solltest du dir bereits vor der Anmeldung zur Ausbildung in einer Jagdschule Gedanken machen, ob eventuell irgendein Punkt dagegensprechen könnte. Wir gehen aber davon aus, dass bei dir alles passt und du dir getrost eine Jagdschule deiner Wahl aussuchen kannst. Aber welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es nun überhaupt, die dich auf die Jagdprüfung vorbereiten?

Es gibt viele verschiedene Anbieter von Ausbildungskursen in Deutschland, die dich auf die Jagdprüfung vorbereiten. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 250 Jagdschulen. Grundsätzlich können wir hier zwischen den Jagdschulen der Verbände bzw. der Kreisjägerschaften, den privaten Jagdschulen und dem weniger bekannten Fernstudium unterscheiden. Varianten, die an weitere Voraussetzungen geknüpft sind, (z. B. eingeschriebene(r) Studierende(r), um Jagdschein über eine Forsthochschule zu machen) lassen wir an dieser Stelle außeracht. Je nach Anbieter variieren sowohl die Ausbildungsdauern, der Fokus der Ausbildung, als auch der Preis. Die Abbildung Die Jagdausbildung in Deutschland: Eine Übersicht der Ausbildungsstätten gibt dir einen ersten Überblick über die Anbieter und die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen den Anbietern. Bitte beachte, dass die Abbildung nur Tendenzen aufzeigt. So gibt es selbstverständlich auch private Jagdschulen, die preislich günstiger sind, als die Jagdschulen der Verbände / Kreisjägerschaften. Auch die Jagdschulen der Verbände / Kreisjägerschaften bieten zunehmend Kompaktkurse mit einer kürzeren Ausbildungsdauer an.

Die Jagdausbildung in Deutschland: Eine Übersicht der Ausbildungsstätten.

Jagdschulen der Verbände / Jägerschaften

Die Jagdausbildung in einer Jägerschaft zu absolvieren ist der klassischste Weg. Wenn du dich mit Leuten unterhältst, die schon viele Jahre ihren Jagdschein haben, werden sie dir sagen, dass sie die Ausbildung zum Jäger / zur Jägerin in einer Jägerschaft genossen haben.

Die Jagdschulen der Jägerschaften sind für ihre praxisnahe Ausbildung bekannt. Schließlich lassen sich während einer Ausbildungszeit von 6 – 9 Monaten auch eine Vielzahl von Reviergängen unterbringen, vergleicht man die Ausbildungsdauer mit denen eines Intensivkurses (dazu weiter unten). Der Unterricht findet grundsätzlich an ein bis zwei Abenden in der Woche und an den Wochenenden statt. Unter der Woche findet zumeist die theoretische Ausbildung und an den Wochenenden die praktische Ausbildung statt. Einige Jägerschaften gehen mittlerweile auch dazu über, zusätzliche Kompaktkurse für die Jagdausbildung anzubieten. In vielen Fällen ist die Ausbildung in der Jagdschule einer Jägerschaft günstiger, als die in einer privaten Jagdschule. Das liegt unter anderem daran, dass viele der Ausbilder in einer Jägerschaft ehrenamtlich tätig sind und lediglich eine Aufwandsentschädigung bekommen.

Private Jagdschulen

Private Jagdschulen machen mittlerweile den Großteil der Jagdschulen in Deutschland aus. JagdschülerInnen profitieren hier von der großen Kursauswahl (näheres dazu findest du im Folgenden Absatz zu Kursformen für die Jagdausbildung). So bieten private Jagdschulen verschiedene Kursvarianten mehrmals im Jahr an. Die Dauer der hier angebotenen Vorbereitungskurse ist tendenziell kürzer, als die der Jägerschaften. Je nach Ausbildungsdauer kann hier selbstverständlich ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden. In einem Ausbildungskurs, der zwei oder drei Wochen geht, kann natürlich nicht so viel Praxis untergebracht werden, wie in einem sechsmonatigen Kurs. Es kann allerdings nicht gesagt werden, dass private Jagdschulen immer weniger Praxiseinheiten anbieten, als die Jagdschulen der Kreisjägerschaften, da dies immer stark mit den Ausbildungsdauern und den jeweiligen Jagdschulen zusammenhängt.

Fernstudium

Verschiedene Fernstudium-Anbieter bieten auch den Vorbereitungskurs für den Jagdschein an. Die Ausbildungsdauer liegt hier bei 6 – 18 Monaten. Der Unterricht findet überwiegend als Fernunterricht bzw. online statt. Die praktischen Einheiten inkl. des Schießens werden mit Kooperationsjagdschulen (ca. 2 – 3 in ganz Deutschland) vor Ort abgehalten. Die Dauer des Vor-Ort-Unterrichtes beläuft sich auf ca. 2 Wochen. Die meisten Anbieter bereiten ihre JagdschülerInnen für die Prüfung in Bayern oder in Hamburg vor. Der Weg über ein Fernstudium ist ein eher selten gewählter Weg. Der Vollständigkeit halber möchten wir dir diese Möglichkeit aber trotzdem vorstellen.   

Kursformen für die Jagdausbildung

Mit den privaten Jagdschulen hat auch die Vielfalt an den Kursformen zugenommen. Das Angebot reicht hier von Kompaktkursen mit einer Dauer von zwei bis drei Wochen, über Blockunterricht mit integrierten Lernpausen über mehrere Wochen, bis hin zu mehrmonatigen Kursen. Hinzu kommen weitere Ausbildungsmodelle, wie Managerkurse oder Frauenkurse. Wie oben bereits erwähnt, hängt das Kursangebot immer stark von der Jagdschule ab. Ich würde dir daher empfehlen, dir einmal Gedanken zu machen, welche Kursformen für dich in Frage kommen. Alle Kursformen haben ihre Vor- und Nachteile, die du für dich individuell abwägen solltest. Um dabei die richtige Entscheidung zu treffen, findest du weiter unten Tipps, wie du die beste Jagdausbildung für dich findest.

Den Kurs der Jägerschmiede kannst du mit allen möglichen Kursformen kombinieren. Damit holst du dir deinen erfahrenen Jagdausbilder bzw. Jagdausbilderin direkt nach Hause. Nach einem Ausbildungstag in der Jagdschule oder einem langen Arbeitstag ist man meist geschafft und häufig wenig motiviert noch lange Texte zu lesen. Wir erklären dir deshalb die wesentlichen Inhalte in kleinen Videosequenzen, sodass du dich auch nach einem langen Ausbildungstag in deiner Jagdschule oder nach einem Arbeitstag noch optimal auf die Jagdprüfung vorbereiten kannst. Unterstützt werden die Videosequenzen durch kleine Textelemente, sowie durch interaktive Übungen, sodass du auch nach einem langen Tag noch voll motiviert Lernen kannst! Probiere es einfach aus! Über den Button gelangst du direkt zu unserem Lernsystem. 

Jagen Lernen Online

Deine Online-Jagdschule für die Vorbereitung auf  die Jagdprüfung

Du möchtest deinen Jagdschein machen? Du willst mehr über Jagd, Natur und heimisches Wild lernen? Dann bist du hier genau richtig!

  • Videos von Experten
  • Originale Prüfungsfragen der Bundesländer
  • Zusammenarbeit mit Hochschulen, Jagdschulen und Verbänden
  • Übersichten und Eselsbrücken
  • Interaktive Tests

Ausbildungsinhalte der Jägerausbildung  

Du hast dich nun also für eine Jagdschule und für eine Kursform entschieden, die dich optimal auf das grüne Abitur vorbereitet soll. Die Jagdausbildung bzw. die Jagdprüfung wird nicht ohne Grund grünes Abitur genannt. Es erfordert ein breites Wissen in den verschiedensten Themengebieten, die ich dir nachfolgend einmal vorstellen möchte.

Bundesjagdgesetz zu Prüfungsinhalten

Da die zu prüfenden Themengebiete in der Jagdprüfung maßgebend für die Ausbildung sind, schauen wir als erstes einmal in unser Bundesjagdgesetz. § 15 Abs. 5 BJG (Bundesjagdgesetz) regelt, was du in deiner Jägerprüfung alles können musst und sagt dazu:

§ 15 Abs. 5 Bundesjagdgesetz

„… ;er muß in der Jägerprüfung ausreichende Kenntnisse der Tierarten, der Wildbiologie, der Wildhege, des Jagdbetriebes, der Wildschadensverhütung, des Land- und Waldbaues, des Waffenrechts, der Waffentechnik, der Führung von Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen), der Führung von Jagdhunden, in der Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen, in der Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel, und im Jagd-, Tierschutz- sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht nachweisen;“

Theoretische Ausbildungsinhalte

Gängig ist das Zusammenfassen der Inhalte der theoretischen Jagdausbildung in sechs große Themengebiete, die dir häufig auch in etwas anderem Wortlaut begegnen: Wildtierkunde, Waffenkunde, Jagdrecht, Jagdpraxis, Jagdhundewesen, Wald- und Feldbau.

  • Wildtierkunde bestehend aus Haar- und Federwild, inklusive dem Wissen über Anatomie, Lebensraum und Lebensweisen, Fortpflanzung, Ernährung, Sozialverhalten, Alters- und Sozialstrukturen, Krankheiten, …
  • Waffenkunde mit dem Wissen über den sicheren Umgang mit Waffen, dem Waffenrecht, der Waffenhandhabung, den verschiedenen Waffenmodellen, und deren Bauteilen, sowie Munition, Ballistik und Visiereinrichtungen …
  • Jagdrecht und verwandte Rechtsgebiete, wie z.B. Strafrecht, Zivilrecht, Naturschutzrecht, Waffenrecht, Fleischhygiene Vorschriften, …
  • Jagdpraxis bestehend aus den Grundsätzen und dem Verhaltenskodex der Jägerinnen und Jäger (= Weidgerechtigkeit), den verschiedenen Jagdarten, dem Brauchtum, dem Erkennen von Pirsch- und Schusszeichen, dem Umgang mit dem erlegten Wild und der weiteren Versorgung, …
  • Jagdhundewesen inklusive der verschiedenen Jagdhundeprüfungen, Ausbildungsmethoden und Rassen, …
  • Wald- und Feldbau inklusive des Erkennens der verschiedenen Pflanzenarten, dem Wissen über die Nutzung der Lebensräume, Bodenarten, Wildschäden und geschützten Gebieten, …

Die Inhalte der Jagdausbildung: Eine Übersicht.  

Praktische Ausbildungsinhalte

Während deiner Jagdausbildung wirst du die sechs großen Themengebiete sowohl in der Theorie als auch in der Praxis kennenlernen. Je nach Jagdschule kann der Umfang der Praxisausbildung unterschiedlich groß sein. Viele Jagdschulen üben das Aufbrechen von Wild mit ihren JagdschülerInnen und machen regelmäßige Revierrundgänge, bei denen dann das Erlernte aus der Theorie angewendet werden kann. Hierzu zählt dann z. B. das Erkennen von Bäumen und Sträuchern, das Anfertigen von Brüchen, der Bau von Ansitzeinrichtungen und vieles mehr.

Ein ganz wichtiger Teil, der in der Praxis gelehrt und gelernt werden muss, ist der Umgang mit den verschiedenen Waffen. Auch hier wendest du nun aktiv dein Wissen aus der Theorie, insbesondere aus dem Fachgebiet Waffenkunde an. An oberster Stelle im Umgang mit den Waffen steht immer die Sicherheit! Der gesamte Themenkomplex rund um die Waffen und das Schießen startet immer mit der Theorie (s.o.), geht dann weiter über die Waffenhandhabung, bis hin zum Schießen auf dem Schießstand.

Waffenhandhabung. In der Waffenhandhabung lernst du den sicheren Umgang mit den gängigen Waffen, die bei der Jagd zum Einsatz kommen. Zudem werden jagdliche Situationen, wie z. B. die Schussabgabe, der Schussabbruch, das Auf- und Abbaumen (Auf den Hochsitz steigen und wieder heruntergehen) simuliert. Hier übst du bereits an den echten, aber noch ungeladenen und damit sicheren Waffen in deiner Jagdschule. Damit sollst du bereits, bevor die Schießausbildung losgeht, den sicheren Umgang üben und mit den Waffen vertraut werden. Hier gilt es auch die ersten Berührungsängste mit den Waffen abzubauen. Schließlich ist die Waffe für dich als Jäger oder Jägerin später ein nahezu alltägliches Arbeitsgerät.

Schießen auf dem Schießstand. Nachdem du die Theorie draufhast und sicher mit den Waffen umgehen kannst, geht es dann auch endlich auf den Schießstand. Hier zeigt dir dein Ausbilder / deine Ausbilderin die verschiedenen Disziplinen, die du für deine Jagdprüfung, aber auch für den jagdlichen Alltag benötigst. Die gängigen Disziplinen auf dem Schießstand sind

  • das Schießen auf 100 m mit der Büchse (sitzend aufgelegt oder stehend angestrichen auf Rehbockscheibe oder liegend auf Fuchsscheibe),
  • der bewegte Schuss mit der Büchse auf den flüchtigen Überläufer / den laufenden Keiler,
  • sowie das Tontaubenschießen mit der Flinte.

Da die Jagdprüfung Ländersache ist, hat jedes Bundesland eigene Schießdisziplinen mit eigenen Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Hier wird dir dein Jagdausbilder / deine Jagdausbilderin genau sagen, welche Disziplinen für dich relevant sind und diese ausgiebig mit dir üben. Zusätzlich haben wir dir in unserem Kurs Waffenkunde eine Einheit bereitgestellt, die sich mit dem jagdlichen Schießen für die Jagdprüfung beschäftigt. Hier geben wir dir direkt vom Schießstand Tipps, die dir nachhaltig helfen, bessere Trefferergebnisse zu erzielen. Eine Aufstellung über die verschiedenen Disziplinen für das jagdliche Schießen in der Prüfung nach Bundesland haben wir dir in der Einheit Jägerprüfung zusammengestellt.

 

Was kostet die Jägerausbildung?

Grundsätzlich lassen sich die Kosten für die Jagdausbildung in fünf Kategorien einteilen. Und zwar sind das die Kosten für den Vorbereitungskurs in der Jagdschule, Kosten für Lehrmaterialien und Schießausbildung, sowie Prüfungsgebühren und sonstige Kosten (z. B. Übernachtungskosten). Je nach Jagdschule sind die Kosten für z. B. Munition und Prüfungsgebühren schon in den Kursgebühren eingerechnet. Auch wenn der Preis nicht das entscheidende Kriterium bei der Auswahl deiner Jagdschule sein sollte, kann sich ein Vergleich lohnen.

Vorbereitungskurs / Lehrgang für die Jägerprüfung

Hier hast du die Wahl zwischen der Ausbildung bei einer privaten Jagdschule oder einer Jägerschaft (siehe auch Die Jagdausbildung in Deutschland). In vielen Fällen ist der Vorbereitungskurs in einer Jägerschaft günstiger als die Angebote von privaten Jagdschulen. Das hängt damit zusammen, dass die Ausbilder in den Jägerschaften oft ehrenamtlich tätig sind und nur eine Aufwandsentschädigung erhalten. Die Kosten für die Jägerausbildung durch eine Jägerschaft liegen bei ca. 850 – 1.300 EUR. Im Vergleich dazu ist der Vorbereitungskurs auf die Jagdprüfung über eine private Jagdschule oft teurer.
Gerade die Angebote zu den Intensivkursen sind oft nochmal teurer als mehrmonatige Kursvarianten. Wenn du den Vorbereitungslehrgang über eine private Jagdschule machen möchtest, solltest du mit Kosten für einen Kompaktkurs von ca. 1.200 – 3.000 EUR rechnen. Die Kosten für einen Wochenendkurs liegen ca. bei 1.000 – 2.500 EUR. Die Preisspanne ist etwas weiter gefasst, da die privaten Jagdschulen eine Vielzahl von Kursvarianten anbieten – vom Manager- bis zum Frauenkurs gibt es hier nahezu alles. Auch Einzelkurse, die individuell auf dich abgestimmt sind und sich nach deinem Zeitplan richten, findest du bei privaten Jagdschulen. Hier können sich die Kosten für den Vorbereitungskurs schnell auf 5.000 EUR und mehr belaufen.

Lehrmaterialien

Jede Jagdschule setzt auf unterschiedliche Lehrmaterialien, die entweder im Kurspreis enthalten sind oder die du dir noch zusätzlich kaufen musst. Manche Jagdschulen erstellen auch eigene Schulungsunterlagen, die dann schon im Preis des Vorbereitungskurses enthalten sind. Achte also beim Vergleich von Vorbereitungskursen darauf, ob die Lehrmaterialien schon inklusive sind, oder ob diese zusätzlich erworben werden müssen. Da es hier Unterschiede in den Lernpräferenzen und der Qualität der Schulungsunterlagen gibt, kann es durchaus vorkommen, dass du dich für den Kauf von zusätzlichen Lernheften oder Fachbüchern entscheidest. Auch zusätzliche Lernmöglichkeiten, wie eLearning-Plattformen oder Lern-Apps können dich gezielt bei der Lernorganisation unterstützen bzw. deinen Lernerfolg steigern. Unter der Rubrik Jägerprüfung findest du eine Übersicht zu gängigen Lehrmaterialien. Je nachdem, ob du dir nun ein Standard Lehrbuch, umfangreichere Lernhefte, oder auch digitale Begleiter kaufst, solltest du ca. 40 EUR – 200 EUR für zusätzliche Lehrmaterialien einplanen.

Schießausbildung & Munition

Da in allen Bundesländern eine Schießprüfung verpflichtend ist, solltest du auch diese Kosten für das Übungsschießen einplanen. Achte also darauf, ob die Kosten für die Schießausbildung bereits im Preis deines Vorbereitungskurses enthalten sind oder nicht. Jagdschulen besitzen für gewöhnlich keinen eigenen Schießstand und nutzen externe Schießstände. Hier fallen dann unter Umständen Kosten für die Schießstandmiete und die Munition an. Die Waffen bekommst du von deiner Jagdschule gestellt. Mit diesen Waffen schießt du dann auch in der Prüfung. Rechne für die Schießausbildung mit ca. 250 – 450 EUR, je nachdem wie viel Übung und damit wie viel Munition du benötigst.

Prüfungsgebühren

In jedem Bundesland besteht eine eigenständige Prüfungsordnung. Hier ist unter anderem auch festgeschrieben, welche Kosten für die Jägerprüfung berechnet werden. Diese haben wir dir in der Rubrik Jägerprüfung für jedes Bundesland zusammengefasst. Je nach Bundesland liegt die Prüfungsgebühr bei 140 EUR – 333,20 EUR. Einige Jagdschulen haben diese Kosten bereits im Preis für den Vorbereitungskurs einkalkuliert. In diesem Fall hast du die Prüfungsgebühr schon beim Kauf des Vorbereitungskurses bezahlt und musst diese Gebühr nicht mehr entrichten, da das dann die Jagdschule für dich übernimmt.

Sonstiges

Häufig bieten Jagdschulen, im Rahmen von Intensivkursen (10 – 20 Tage), Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegungspauschalen an. Die Unterbringung erfolgt dann entweder in jagdschuleigenen Räumlichkeiten oder in Unterkünften in der näheren Umgebung. Auch hier kann es wieder sein, dass die Übernachtungskosten, sowie Verpflegungspauschalen im Preis für den Vorbereitungskurs enthalten sind. Je nachdem, wie weit die Jagdschule von deinem Wohnort entfernt ist, kann sich eine Unterkunft lohnen. Die Preise für die Unterkünfte schwanken meist zwischen 38 und 56 EUR pro Nacht, weshalb wir für die Beispielrechnung einen Durchschnittspreis von 47 EUR gewählt haben. Die Übernachtungsdauer entspricht ungefähr der, die für einen Intensivkurs notwendig ist.

Solltest du jeden Tag zur Jagdschule fahren wollen, entstehend dir natürlich auch entsprechende Fahrtkosten. Gegebenenfalls fallen auch noch Fahrten zum Schießstand an.

Gesamtkosten

Wenn du die oben genannten fünf Kategorien bei der Auswahl deines Vorbereitungskurses beachtest, bekommst du ein ziemlich genaues Bild über die Kosten für deine Jägerausbildung. In der folgenden Übersicht findest du abschließend nochmals alle Kosten zusammengefasst. Wir haben diese Kosten in sichere Kosten und in eventuell zusätzliche Kosten eingeteilt. Der Grund dafür ist, dass einige Jagdschulen bereits die Kosten für das Lehrmaterial, die Schießausbildung, die Prüfungsgebühr, sowie weitere Kosten in ihren Kurspreis einberechnen. Demnach zahlst du bei diesen Jagdschulen nur einmal den Kurspreis und damit sind alle eventuell zusätzlichen Kosten abgedeckt. Bei anderen Jagdschulen können diese Kosten wiederum noch oben auf den Kurspreis draufkommen. Hier kann es sich also lohnen im Vorfeld zu schauen, welche Leistungen in der Kursgebühr enthalten sind und welche nicht. Als kleiner Tipp: Der Preis sollte nicht das Hauptargument für oder gegen eine Jagdschule sein! Schließlich machst du deinen Jagdschein nur einmal im Leben.

Gesamtkosten für die Jagdausbildung: Eine Übersicht.

Prüfungsablauf

Nachdem du mit all den oben genannten Themengebieten vertraut bist und diese sicher beherrschst, folgt die Prüfung, das grüne Abitur. Da der Prüfungsablauf auch Ländersache ist, gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern. Das bedeutet, je nach Bundesland ändern sich z. B. der Schwierigkeitsgrad der Prüfung, die Prüfungsfächer oder die Schießdisziplinen.
In allen Bundesländern musst du dich aber folgenden Prüfungsteilen stellen:

  1. Schriftlicher Teil
  2. Mündlich / praktischer Teil
  3. Jagdliches Schießen

Je nach Bundeland gibt es Abweichungen in der Reihenfolge der Prüfungsteile. In den meisten Fällen finden pro Tag ein bis maximal zwei Prüfungsteile statt. Somit geht die Prüfung über mehrere Tage. Es ist auch nicht unüblich, dass z. B. die schriftliche Prüfung und die Schießprüfung an einem Tag stattfinden und dann die mündliche Prüfung erst eine Woche später ist.

Im schriftlichen Teil der Jagdprüfung wird dein Wissen über die sechs großen Fachgebiete (Link: Theoretische Ausbildungsinhalte) abgefragt. Dieser Wissenstest wird überwiegend durch ein Multiple-Choice-Verfahren (Fragen mit festgelegten Antwortmöglichkeiten zum Ankreuzen) abgefragt. Je nach Bundesland ändert sich die Gewichtung zwischen Multiple-Choice Fragen und offenen Fragen. Viele Bundesländer (aber nicht alle!) stellen die Fragenkataloge für die schriftliche Prüfung online zur Verfügung. Das bedeutet, du kannst die Fragen und die Antworten schon im Voraus üben. In der Rubrik Jägerprüfung stellen wir dir die gängigsten Apps zur Vorbereitung auf den schriftlichen Teil der Jagdprüfung vor.

Im mündlich / praktischen Teil wird ebenfalls dein Wissen aus allen Fachgebieten (Link: Theoretische Ausbildungsinhalte) abgefragt. Hinzu kommt noch, dass hier auch praxisrelevante Kenntnisse, insbesondere im Bereich der Waffenhandhabung und damit einhergehende Sicherheitsaspekte abgeprüft werden. Eine besondere Herausforderung für viele Prüflinge stellt hier die mehrköpfige Prüfungskommission dar. Hier kann schon ein besonderer Prüfungsdruck entstehen, da man mehreren Prüfern gegenübersitzt.

Tipp: Grundsätzlich wollen die Prüfer und Prüferinnen hier sicherstellen, dass du das benötigte Grundwissen für den zukünftigen jagdlichen Alltag besitzt. Das heißt, du musst nicht alle kleinen Details zu 100 % wissen, sondern beweisen, dass du die Zusammenhänge verstanden hast und über einen großen Wissensschatz verfügst. Ein besonderes Augenmerk solltest du auf die Waffenhandhabung u. Waffenkunde legen. Hier werden bestimmte Fehler (wie z. B. ungewolltes Betätigen des Abzuges) nicht verziehen und der Prüfling fällt durch.

Beim jagdlichen Schießen musst du dich verschiedenen Disziplinen mit der Büchse, der Flinte oder auch der Kurzwaffe stellen. Da es hier auch Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt, findest du in unserer Rubrik Jägerprüfung eine Zusammenfassung von den Schießdisziplinen, wie sie in den verschiedenen Bundesländern geprüft werden. Die Disziplinen, die dich grundlegend erwarten können, kannst du etwas weiter oben im Text nachlesen, wo es um die praktischen Ausbildungsinhalte der Jagdausbildung und das jagdliche Schießen geht.

Das Ausbildungsziel – Der Jagdschein

Nachdem du deine Ausbildung zur Jägerin oder zum Jäger durchlaufen und erfolgreich deine Jagdprüfung bestanden hast, kannst du dich auf den Weg zu deiner Jagdbehörde machen und deinen ersten Jagdschein lösen. Du bekommst deinen Jagdschein also nicht gleich im Anschluss an deine Prüfung! Mit bestandener Prüfung bekommst du deinen Jägerbrief und einen Nachweis, dass du die Jagdprüfung bestanden hast – das sogenannte Prüfungszeugnis. Mit diesem Prüfungszeugnis und einigen weiteren Dokumenten gehst du dann zu der Jagdbehörde, die für deinen Wohnort zuständig ist, um deinen Jagdschein zu beantragen. Grundsätzlich gibt es hier zwei grundlegende Arten von Jagdscheinen: Den Jugendjagdschein und den „normalen“ Jagdschein für Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Den Jagdschein kannst du für verschiedene Zeiträume lösen. Hierbei gibt es (i) den Tagesjagdschein, der den Inhaber zur Jagdausübung an 14 aufeinanderfolgenden Tagen berechtigt und (ii) den Jahresjagdschein, der von einem Jahr bis maximal drei Jahre gültig ist. Hinzu kommen weitere Jagdscheine, wie der Falknerjagdschein oder der Ausländerjagdschein. Genauere Informationen zum Jagdschein, zur Verlängerung sowie zu den Rechten und Pflichten, die damit einhergehen, kannst du der Rubrik Jagdschein entnehmen.

Wie geht es nach bestandener Jagdprüfung weiter?

Nun hältst du also nach langer Ausbildung, erfolgreich bestandener Jagdprüfung und einigen Behördengängen endlich deinen Jagdschein und deine Waffenbesitzkarte in den Händen. Aber wie geht es nun weiter? Weitere ausführliche Informationen hierzu kannst du der Rubrik Jungjäger entnehmen. Dort geben wir dir Tipps, wie du ein geeignetes Jagdrevier findest, wie du dich stetig weiterbilden kannst und was es für Vorteile hat, Mitglied in einem Jagdverband zu sein. Wie du deinen Jagdschein und deine Waffenbesitzkarte bei deiner zuständigen Behörde nach bestandener Prüfung beantragst, zeigen wir dir in der Rubrik Jägerprüfung.

Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen für Jäger

Das Schöne an der Jagd ist, dass das Lernen niemals aufhört. Genau deshalb gibt es auch eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten und Zusatzqualifikationen für Jägerinnen und Jäger. Viele Weiterbildungen werden von den Jagdverbänden angeboten. Zusätzlich gibt es auch Weiterbildungsangebote von privaten Institutionen, wie Jagdschulen oder Jagdausrüstern. Die Abbildung stellt einige gängige Weiterbildungen geordnet nach Kategorien vor.

Tipp: Die Landesjagdverbände geben in der Regel zu Beginn eines jeden Jahres einen Kursplan raus, in dem alle Seminare für das kommende Jahr aufgelistet sind. Diese Seminare sind sehr hochwertig und werden für Mitglieder der Verbände zu vergünstigten Konditionen angeboten. Reinschauen lohnt sich!

Weiterbildungen im Jagdbereich: Einige Beispiele.

Weitere Informationen zur Jagdausbildung

Weitere Informationen zur Jagdausbildung und zu Ausbildungsinhalten findest du in verschiedenen Quellen. Im Folgenden möchten wir dir deshalb einmal einige davon vorstellen. Die Abbildung Informationsquellen zur Jagdausbildung: Einige Beispiele soll dir einen Überblick über die gängigsten Quellen rund um die Jagdausbildung geben. Wir unterteilen die Quellen in Lehrmittel, d.h. Materialien, die dich in deiner Jagdausbildung unterstützen und die bei dem Bestehen der Prüfung helfen, sowie in Quellen Rund um die Ausbildung. Die Quellen Rund um die Ausbildung liefern dir Informationen zur Prüfungsanmeldung, zu Prüfungsterminen, zum Ablauf der Ausbildung, zur Organisation der Jagd in Deutschland u.v.m.

Haben wir eine wichtige Quelle oder ein wichtiges Lehrmittel vergessen? Schreib uns einfach eine Mail und wir nehmen es nach Prüfung gerne auf.   

Lehrmittel. Im Laufe der Zeit haben sich einige Standardwerke und Standardlehrmittel etabliert. Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine Vielzahl weiterer Lehrmittel auf dem Markt. In der Rubrik Jägerprüfung gehen wir bereits detaillierter auf die verschiedenen Lehrmittel ein, geben dir eine kleine Beschreibung dazu und stellen die Vor- und Nachteile dieser gegenüber.

Rund um die Ausbildung. Wichtige Informationsquellen rund um die Jagdausbildung und die Jagd allgemein sind die Verbände, insbesondere der Deutsche Jagdverband und die Landesjagdverbände. Diese halten dich in allen Themen rund um die Jagd auf dem neuesten Stand – von der Jagdausbildung, über Gesetzesänderungen bis hin zum Thema Kochen findest du hier nahezu alles!

Für deine persönliche Jagdausbildung ist natürlich deine Jagdschule deine wichtigste Informationsquelle. Neben den fachlichen Themen kann dir deine Jagdschule nämlich auch ausführliche Auskünfte zu allen Themen rund um die Ausbildung geben, z. B. wie finde ich jagdlichen Anschluss, wie sollte meine jagdliche Erstausrüstung aussehen u.v.m.

Darüber hinaus sind natürlich auch nahezu alle Informationen irgendwo im Internet verfügbar. Facebook Gruppen haben sich hier als sehr nützlich zum Austausch erwiesen, da du hier sehr gut vom Schwarmwissen profitieren kannst. Hinzu kommen verschiedene Jagdforen, sowie YouTube, wo du eine Vielzahl von Filmen, Erklärvideos und Reportagen findest, die dir die Jagd näherbringen.       

Informationsquellen zur Jagdausbildung: Einige Beispiele.

Tipps, wie du die beste Jagdausbildung für dich findest

Sobald du dich mit einer Jagdschule in Verbindung setzt, geht alles weitere seinen Gang und du musst dich eigentlich um nichts mehr außer das Lernen kümmern. Die JagdausbilderInnen der Jagdschule sagen dir genau, was als Nächstes zu tun ist, wie die Anmeldung abläuft, wie der Unterricht aufgebaut ist, wie du dich schon im Voraus auf den Kurs vorbereiten kannst u.v.m. Aber wie findest du nun eine passende Jagdschule für dich?

Kursformen vergleichen

Etwas weiter oben haben wir dir bereits die verschiedenen Kursformen für die Jagdausbildung vorgestellt. Von einem Intensivkurs über zwei Wochen, bis hin zum mehrmonatigen Kurs gibt es hier viele verschiedene Varianten. Frage dich am besten selbst: Wie viel Zeit steht mir zur Verfügung? Habe ich eher über einen längeren Zeitraum immer mal ein paar Stunden pro Woche Zeit oder ist es für mich besser, alles so komprimiert wie möglich, in wenigen Wochen abzuschließen?

Wenn du eher über einen längeren Zeitraum immer mal ein paar Stunden pro Woche übrig hast, dann ist ein mehrmonatiger Kurs in einer Jägerschaft oder ein Blockkurs wahrscheinlich das Richtige für dich. Wenn Du allerdings alles in möglichst kurzer Zeit und dafür in mehreren Stunden pro Tag abschließen willst, ist wahrscheinlich ein Intensivkurs der Passende für dich. Dazwischen gibt es auch noch Wochenendkurse, die ausschließlich an den Wochenenden stattfinden. Die Blockkurse und die Kurse der Jägerschaften finden für gewöhnlich an den Wochenenden und auch an ein bis zwei Abenden pro Woche statt.

Bedenke bitte auch, dass die Dauer des Ausbildungskurses einen Einfluss darauf haben kann, wie viele Praxiseinheiten direkt im Revier stattfinden können. Hinzu kommt, dass je kürzer die Ausbildungsdauer, desto umfangreicher das benötige Vorwissen.    

Wenn du dich für eine Kursform, basierend auf deinen zeitlichen Ressourcen und deinen persönlichen Vorlieben, entschieden hast, grenzt das schon einmal die in Frage kommenden Jagdschulen ein. 

Richtige Zeit wählen

Als nächstes solltest du natürlich bei den für dich in Frage kommenden Jagdschulen prüfen, ob diese für den von dir angestrebten Zeitraum, den von dir favorisierten Kurs anbieten. Grundsätzlich spielt die Jahreszeit hier eine sehr untergeordnete Rolle, aber wenn du es dir aussuchen kannst, bedenke: Herbstzeit ist Jagdzeit. Du wirst merken, wenn du erst einmal deinen Jagdschein hast, werden die Gerüche des Herbstes ganz besondere Emotionen in dir hervorrufen. Während des Herbstes finden viele Drückjagden statt, wodurch du im Rahmen der Jagdausbildung eventuell auch gleich die Möglichkeit bekommst, einmal an einer Drückjagd als TreiberIn teilzunehmen. Aber wie gesagt, jede Jahreszeit hat ihren Reiz und du solltest den Zeitraum so wählen, dass er für dich gut passt. Das bedeutet insbesondere: Keinen parallelen Stress durch andere Prüfungen, z. B. Abiturprüfungen oder Uniprüfungen, keinen übermäßigen Stress durch Beruf o. ä. und auch möglichst viel Freiräume für die Jagdausbildung. Schließlich macht das Lernen umso mehr Spaß, wenn man sich Zeit dafür nimmt. 

Preistransparenz schaffen

Nachdem du eine Vorstellung hast, welche Kursform und welcher Zeitraum für dich in Frage kommen, kannst du die Preise der verschiedenen Jagdschulen miteinander vergleichen. Grundsätzlich sind die Preise der Vorbereitungskurse sehr unterschiedlich. Des Weiteren gilt, ein teurer Kurs ist nicht gleichzusetzen mit hoher Qualität und andersherum ist ein günstiger Kurs nicht gleichzusetzen mit geringer Qualität. Unter der Überschrift Was kostet die Jägerausbildung? findest du genaue Angaben zu den einzelnen Kostenpunkten. Wenn du alle Kostenpunkte berücksichtigst, wie z. B. Kosten für die Schießausbildung, Unterbringung & Verpflegung, die Kosten für Lehrmaterialien etc., fällt es dir leichter die Jagdschulen preislich miteinander zu vergleichen. Beachte bitte, dass einige Jagdschulen bereits in der Kursgebühr alle weiteren Kosten einkalkulieren. Das bedeutet, du zahlst einmal die Kursgebühr von z. B. 2.000 EUR und darin enthalten sind alle Lehrmaterialien, die Schießausbildung inklusive Munition, sowie die Prüfungsgebühr. Bei anderen Jagdschulen liegt die Kursgebühr ebenfalls bei z. B. 2.000 EUR, aber die Lehrmaterialien, die Schießausbildung und die Prüfungsgebühr kommen noch oben drauf. In dem zweiten Fall bist du dann schnell bei über 2.500 EUR. Die Tabelle zeigt dir zwei weitere Beispiele. Deine Überlegungen sollten ebenfalls die in der Tabelle aufgeführten Punkte beinhalten. Beachte bitte: Der Preis sollte niemals das Hauptargument für oder gegen eine Jagdschule sein! Schließlich machst du den Jagdschein nur einmal im Leben und willst eine umfassende Ausbildung genießen.

Beispielrechnungen für zwei Jagdschulen.

Empfehlungen

Dieser Punkt ist wohl einer der wichtigsten und zeigt, warum der Preis niemals das alleinige Kriterium sein sollte, sondern die Qualität der Ausbildung. Denn, was nützt dir eine schlechte, aber dafür günstige Jagdschule? Nicht viel! Um herauszufinden, welche Jagdschulen zu empfehlen sind und welche nicht, sind natürlich die Erfahrungen von Personen aus deinem näheren Umfeld sehr wertvoll. Hierzu solltest du in deinem Umfeld fragen, wer, wann, wo und unter welchen Umständen einen Vorbereitungskurs zur Jagdprüfung absolviert hat. Falls du keine Personen mit jagdlichem Hintergrund direkt befragen kannst, eignen sich hierzu auch Foren, Bewertungen oder Kommentare im Internet. Eine sehr bekannte Homepage für das Bewerten von Jagdschulen ist https://www.jagdschulatlas.de/. Hier kannst du dir schon einmal einen guten Eindruck von den Jagdschule verschaffen, die du dir bisher ausgeguckt hast. Achte bei allen Bewertungen und Meinungen stets darauf, dass diese einigermaßen aktuell sind.

Moderne Ausbildung

Die Jagdausbildung lebt von einer praxisnahen Ausbildung. Diese Ausbildung kannst du durch digitale Helfer gezielt unterstützen, um dadurch mehr Zeit für die Praxis zu haben. Es ist sehr hilfreich, wenn du die Ausführungen und das Gezeigte in der Jagdschule nochmals zu Hause nachvollziehen kannst. 

Dabei helfen dir z. B. gute eLearning-Konzepte mit hochwertigem Videomaterial und interaktiven Tests. Diese helfen dir auch dabei, unterwegs oder im Urlaub zu lernen, ohne schwere Bücher / Hefte mitschleppen zu müssen. Ein E-Learning Konzept ist wahrscheinlich auch genau das Richtige für dich, wenn du zeitlich stark eingebunden bist und dich flexibel von Zuhause, auf dem Weg zur Arbeit oder aus dem Büro aus vorbereiten willst. Erkundige dich, ob deine Jagdschule ein eLearning-Konzept als Unterstützung anbietet. Auch hier gilt: Ein E-Learning Konzept kann dir unterstützend sehr wertvolle Dienste leisten, aber niemals eine gute Ausbildung in der Jagdschule ersetzen!

Anschauungsmaterial und eigenes Lehrrevier

Wie eben schon erwähnt, lebt die Jagdausbildung von Praxis und Anschauungsmaterialien. Es ist deshalb immer gut, wenn die Jagdschule mit ausreichendem Anschauungsmaterial ausgestattet ist. Dazu gehören z. B. Präparate, Abwurfstangen, verschiedene Waffen für die Waffenhandhabung, Munition, Jagdoptiken u.v.m. Super ist es also, wenn du einmal einen Blick in die Ausbildungsräume deiner Jagdschule werfen kannst. So findest du auch heraus, ob dir die Räumlichkeiten zusagen und dir ein angenehmes Lernen ermöglichen.

Zusätzlich zu den Anschauungsmaterialen kann es natürlich auch hilfreich sein, wenn die Jagdschule ein eigenes Lehrrevier in der Nähe hat. Hier können deine AusbilderInnen dann Reviergänge mit dem Kurs durchführen und das erlernte theoretische Wissen in der Praxis vertiefen.

Sympathie mit den Ausbilderinnen und Ausbildern

Während deiner Ausbildung zum Jäger oder zur Jägerin verbringst du viel Zeit mit deinen Ausbildern und Ausbilderinnen. Achte deshalb darauf, dass die Chemie zwischen dir und den AusbilderInnen stimmt. Das ist ganz wichtig, damit du dich auch während der Ausbildung wohlfühlst. Ein gutes Gefühl bekommst du immer schon bei einem ersten Telefonat. Die Jagdschulen sind auch immer gerne bereit, dich im Voraus persönlich kennenzulernen. Diese Chance kannst du gerne wahrnehmen. So kannst du auch prüfen, ob die gelehrten Werte mit deinen Werten gegenüber der Jagd in Einstimmung zu bringen sind.

Jägerprüfung im selben Bundesland

Erkundige dich bei deiner Jagdschule, wo genau die Jägerprüfung stattfinden wird. Es ist nämlich so, dass einige Jagdschulen für die Jägerprüfung in ein anderes Bundesland fahren. So kommt es beispielsweise vor, dass Jagdschulen aus Brandenburg nach Hamburg zur Prüfung fahren. Das ist völlig legitim und häufig in der Anzahl der Prüfungstermine begründet. So gibt es z. B. Bundesländer, in denen jeden Monat im Jahr Prüfungen stattfinden oder Bundesländer, in denen nur alle zwei Monate oder seltener Prüfungen durchgeführt werden. Die Gründe, warum sich eine Jagdschule für ein anderes Bundesland entscheidet, können aber vielfältig sein. Sollte deine Jagdschule in einem anderen Bundesland zur Prüfung fahren, als in dem sie ansässig ist, ist das erstmal gar kein Problem für dich. Es könnte aber z. B. hilfreich sein, vorab einmal auf dem anderen Schießstand geschossen zu haben, auf dem die Prüfung letztendlich stattfindet. Das trifft im Übrigen auch für Jagdschulen zu, die im gleichen Bundesland zur Prüfung fahren, aber einen anderen Übungsschießstand nutzen, als den Prüfungsschießstand. Erkundige dich dazu auch gerne im Voraus bei deiner Jagdschule.

Am Ende steht die Entscheidung

Nachdem du nun einige der oben genannten Faktoren für dich abgewogen und dich für deine passende Jagdschule entschieden hast, kann es auch schon losgehen. Die Jagdschulen sind für gewöhnlich so gut organisiert, dass du dich nach der Anmeldung wirklich nur noch um das Lernen an sich kümmern musst. Die Prüfungsanmeldung, die Koordination von Terminen, z. B. für das jagdliche Schießen, übernehmen die meisten Jagdschulen für dich.

Hast du aus deinen persönlichen Erfahrungen noch weitere Tipps zum Finden der geeigneten Jagdschule, die du gerne mit zukünftigen Jagdschülerinnen und Jagdschülern teilen möchtest? Oder hast du noch Fragen zum Finden deiner geeigneten Jagdschule? Dann schreib mir gerne deine Tipps oder deine Fragen an christopher@jaegerschmiede.de. Ich freue mich auf deine Nachricht und werde dir umgehend antworten.

FAQs

Bereich mit häufig gestellten Fragen zur Jagdausbildung

Muss ich in der Jagdausbildung auf Tiere schießen?

Nein, das musst du nicht! Das darfst du auch noch gar nicht, da du dich noch in der Ausbildung befindest und noch keinen Jagdschein hast. Was dir sehr wahrscheinlich begegnen wird, ist das Aufbrechen (Öffnen der Körperhöhle des Wildes, um innere Organe zu entnehmen). Das ist ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Jagdausbildung.

Wie schwer ist der Jagdschein?

Die Durchfallquote lag im Jahr 2016 bei 18 % (Quelle: https://www.jagdverband.de/content/so-viele-j%C3%A4ger-wie-nie-zuvor). Der Umfang der Ausbildung ist nicht zu unterschätzen und erfordert viel Fleiß und Motivation. Schließlich musst du dich in einer Vielzahl von Themengebieten (Waffenkunde, Wildtierkunde, Jagdpraxis, Hundewesen, Jagdrecht und verwandte Rechtsgebiete, sowie Wald- und Feldbau) umfassend auskennen. Die Jagdprüfung trägt den Namen grünes Abitur nicht umsonst. Aber mach dir darüber keine Sorgen. Mit den richtigen Lehrmaterialien, der richtigen Motivation und einer guten Jagdschule an deiner Seite, wirst du die Prüfung meistern. In der Rubrik Jagdausbildung haben wir dir die Themengebiete, die du für die Jagdprüfung draufhaben solltest, ausführlich dargestellt.  

Wie kann ich Ausbildung und beruflichen / privaten Alltag miteinander vereinen?

Die Jagdausbildung ist sehr umfangreich und erfordert ein breites Wissen in verschiedenen Themenbereichen. Folglich benötigst du Zeit zum Lernen. Das ist verständlicherweise nicht immer leicht mit Familie, Beruf und Freunden unter einen Hut zu bringen. Deshalb bieten Jagdschulen bereits Einzelkurse an, die sich komplett nach deinem Zeitplan richten. Intensivkurse, die einen nach zwei bis drei Wochen zur Jagdprüfung führen, existieren daneben auch in großer Fülle. Nichtsdestotrotz wirst du selbst bei einem Intensivkurs oder bei einem Einzelkurs um das individuelle Lernen, neben den Präsenzphasen, nicht herumkommen. Da ist dann selbst bei einem Intensivkurs mit Vor- und Nachbereitung schnell mal ein Jahresurlaub aufgebraucht.

Deshalb hat es sich als durchaus sinnvoll erwiesen, sich bereits vor der Anmeldung in einem Ausbildungskurs mit der Thematik Jagd auseinanderzusetzen. Das bedeutet, du schaffst dir schon gängige Lehrmittel (eLearning, Lehrbücher etc.) an, stöberst bei YouTube, besuchst Messen, tauschst dich mit bekannten Jägerinnen und Jägern aus etc. Dadurch kannst du dir schon ein gutes Vorwissen aufbauen. Dieses Vorwissen kannst du dir ja bequem nebenbei und über einen längeren Zeitraum in ruhigen Phasen aneignen. Wenn du das Gefühl hast, dir einen angemessenen Schatz an Vorwissen angeeignet zu haben, kannst du dich dann z. B. für einen Intensivkurs anmelden. Es macht durchaus auch Sinn, sich frühzeitig mit einer Jagdschule deines Vertrauens in Verbindung zu setzen und den AusbilderInnen deine Lage zu schildern. Ihr werdet sicher eine Lösung finden, wie du zu deinem Jagdschein kommst.

Kann ich die Prüfungsfragen vorher einsehen?

Ja einige Bundesländer stellen die Fragenkataloge mit den Fragen und Antworten für den theoretischen Teil der Jagdprüfung öffentlich zur Verfügung. Diese stehen für gewöhnlich auch einfach im Internet zur Verfügung. Hinzu kommen Lernapps, die diese Fragen beinhalten. Mit diesen kannst du dich spielend leicht auf die theoretische Jagdprüfung vorbereiten. Einige von diesen Apps stellen wir dir in der Rubrik Jägerprüfung vor.

Gibt es Schnuppertage an Jagdschulen oder andere Möglichkeiten, um meine Ausbilder vorher kennenlernen zu können?

Das kommt immer ganz auf die Jagdschule an. Bei mir war es damals so, dass ich nach ein paar Telefonaten persönlich bei der Jagdschule vorbeigefahren bin, um mich anzumelden. Da zu dieser Zeit gerade ein Kurs lief, wurde mir angeboten, mich für ein paar Stunden mit in den Kurs zu setzen. Das habe ich natürlich gerne gemacht. Da konnte ich dann bereits den Stil des Unterrichts und die Ausbilder kennenlernen. Ich finde ein persönliches Kennenlernen immer wichtig, da du ja unter Umständen auch viel Zeit mit den Ausbildern bzw. den Ausbilderinnen verbringst. Deine Jagdschule wird sicher gerne bereit sein, sich vorab mit dir persönlich auszutauschen.

Brauche ich besondere Kleidung bzw. Ausrüstung für den Vorbereitungskurs zur Jägerprüfung?

Nein, prinzipiell brauchst du keine spezielle Kleidung und keine spezielle Ausrüstung. Aber es wird gerade in der Prüfung und bei der Prüfungskommission gerne gesehen, wenn du jagdlich gekleidet bist. Das bedeutet nicht, dass du mit jagdlicher Tracht dort aufschlagen musst (kannst du natürlich), aber zumindest etwas jagdlich solltest du gekleidet sein. Für die Jagdausbildung kann es auch Sinn machen, sich schon jagdliche Kleidung zuzulegen. Schließlich bist du bei Reviergängen auch draußen unterwegs und willst keine nassen Füße haben. Die Kleidung brauchst du ja im Anschluss wahrscheinlich sowieso. Spezielle Ausrüstungsgegenstände sind nicht zwingend erforderlich. Die Jagdschulen stellen für gewöhnlich alles, was du benötigst. Einige JagdschülerInnen kaufen sich aber bereits zu Beginn einen eigenen Gehörschutz. Mehr zu der Ausrüstung vor und während der Ausbildung kannst du der Rubrik Jungjäger entnehmen.

Sollte ich gewisse Vorkenntnisse mitbringen?

Es kommt drauf an und richtet sich nach der Dauer der Jagdausbildung. In einem Intensivkurs mit einer Dauer von zwei bis drei Wochen und anschließender Prüfung sind Vorkenntnisse auf jeden Fall zu empfehlen. Deshalb schicken viele Jagdschulen, die Intensivkurse anbieten, auch schon einige Lehrmaterialien im Voraus an die JagdschülerInnen, damit diese sich schon Vorkenntnisse aneignen können. In einem Kurs, der über 6 – 9 Monate geht, hast du selbstverständlich noch genug Zeit, etwaige Schwächen in den Vorkenntnissen aufzufüllen.

Fazit / Zusammenfassung

Auf dieser Seite haben wir dir die Jagdausbildung nähergebracht. Wir haben dir bei der Fragestellung geholfen, ob die Jagdausbildung überhaupt das Richtige ist und haben anschließend geklärt, ob du die Voraussetzungen erfüllst, um nach aufwendiger Jagdausbildung auch einen Jagdschein zu bekommen. Danach haben wir dir gezeigt, wie die Jagdausbildung in Deutschland organisiert ist, welche Typen von Jagdschulen es gibt und welche verschiedenen Kursformen für die Jagdausbildung diese anbieten. Für einen Jagdschein musst du sehr viel lernen und bereit sein, dir eine große Menge an Stoff anzueignen. Deshalb empfiehlt sich in jedem Fall der Besuch einer Jagdschule. Die Kosten für den Besuch einer Jagdschule können sehr unterschiedlich ausfallen, weshalb wir diese für mehr Transparenz etwas weiter aufgeschlüsselt haben. Welche Inhalte und Themengebiete in der Jagdausbildung behandelt werden, haben wir dir ebenfalls in dem vorangegangenen Text gezeigt. Grundsätzlich sind es sechs Themengebiete: Waffenkunde, Wildtierkunde, Jagdpraxis, Hundewesen, Jagdrecht, sowie Wald- und Feldbau. Sobald du diese Themengebiete in der Theorie und in der Praxis beherrschst, kann es dann zur Jagdprüfung gehen. Diese besteht aus drei Teilen: einem schriftlichen, einem mündlich-praktischem Teil und der Schießprüfung. Nach bestandener Prüfung stellt sich vielen Jungjägerinnen und Jungjägern die Frage, wie es dann weitergeht? Auch dafür haben wir dir Hilfestellungen mit auf den Weg gegeben.

Diese Seite lebt und wird regelmäßig durch neue Inhalte und Blogbeiträge ergänzt. Damit diese Seite leben und bestmögliche Informationen für angehende JungjägerInnen bereitstellen kann, sind wir auf deine Hilfe angewiesen. Solltest du dir Inhalte zu einem bestimmten Thema in der Jagdausbildung wünschen oder Fragen haben, die hier noch nicht beantwortet wurden, freue ich mich über eine Nachricht von dir an christopher@jaegerschmiede.de. Genau deine Fragen haben bestimmt auch viele andere angehende Jungjägerinnen und Jungjäger. Wir wollen uns ständig verbessern, weshalb wir uns auch sehr über Feedback jeglicher Art von dir freuen.

Wie kann die Jägerschmiede, dich bei der Jagdausbildung unterstützen?

Auch wenn das Thema Jagd mit all ihren Facetten noch so spannend ist, kann es nach einem langen Tag in der Jagdschule oder auf der Arbeit schwerfallen, sich nochmal eigenständig zum Lernen aufzuraffen und Bücher zu wälzen. Hinzu kommen terminlicher Stress und das Problem, dass du ständig unterwegs bist? Die vielen Bücher willst du nicht ständig mit dir herumschleppen? Du würdest gerne mehr Zeit für das Lernen haben, dir stehen aber zwischen Schule, Studium, Beruf oder Familie immer nur kleine Zeitfenster zum Lernen zur Verfügung? Du liest in der Schule und im Studium eh immer schon so viel, weshalb du in deiner Freizeit – bei der Jagdausbildung – gerne ein anderes Medium zum Lernen nutzen würdest? Dir fehlt beim eigenständigen Lernen die Kontrolle und dir fällt es schwer einzuschätzen, wann du ausreichend vorbereitet bist und wann du besser noch mehr lernen solltest?

Vor der Jagdausbildung. Wenn du einige dieser Fragen mit Ja beantwortest, dann ist das Ausbildungskonzept der Jägerschmiede genau das Richtige für dich! So kannst du dich, auch wenn deine Zeit sehr knapp ist, schon über einen längeren Zeitraum im Voraus auf die Jagdausbildung und die Jagdprüfung vorbereiten. Wenn du dich im Anschluss bei einer Jagdschule anmeldest, bist du fachlich schon bestens informiert und hast Zeit zum gezielten Fragen stellen oder für die Praxis. Damit kannst du entspannter in die Ausbildung starten und die tolle Zeit in der Jagdschule viel mehr genießen.

Das gute an dem Ausbildungskonzept der Jägerschmiede ist: Wir arbeiten mit erfahrenen Ausbildern zusammen, die selbst Jagdschulen leiten, weshalb wir dir garantieren können, dass wir top aktuelles und relevantes Wissen für dich bereitstellen. Hinzu kommt eine umfassende Fortschrittsmessung, die dir bei der Lernkontrolle hilft und dich auch nach längeren Lernpausen daran erinnert, wo du stehen geblieben bist.

Während der Jagdausbildung bis zur Prüfung. Es gibt bereits Jagdschulen, die die Online-Jagdschule der Jägerschmiede in ihr bestehendes Ausbildungskonzept integriert haben. Im Detail sieht es dann so aus, dass die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts durch das E-Learning der Jägerschmiede unterstützt wird. Das steigert die Motivation und erleichtert den JagdschülerInnen das Lernen in Eigenregie. Somit kommen die JagdschülerInnen gut vorbereitet in den Unterricht und können gezielter Fragen stellen. Zudem bleibt mehr Zeit für die praktische Jagdausbildung. Hinzu kommt, dass dein Ausbilder bzw. deine Ausbilderin (wenn du das möchtest) deinen Lernfortschritt einsehen kann. So kann dich diese(r) bei Problemen gezielt unterstützen oder eingreifen, wenn die Zeit bis zur Prüfung knapp wird. Gerade das eigenständige Lernen Zuhause nimmt einen großen Teil der Jagdausbildung ein. Hier kann die Einteilung der Lehrinhalte in feste Sektionen mit eingebauter Lernkontrolle deinen Lernerfolg steigern und effizienter gestalten. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, auch unterwegs, z. B. auf dem Weg zur Arbeit / zur Uni oder während des Urlaubes zu lernen, ohne schwere Bücher und Hefte mitschleppen zu müssen. Das erhöht deine Flexibilität und steigert deine Produktivität im Lernen. Gerade im Hinblick auf eine gute Vorbereitung auf die Jägerprüfung helfen dir die interaktiven E-Learning-Videos, wichtige Handgriffe, wie z. B. in der Waffenhandhabung, nochmal genau nachvollziehen zu können. Abgerundet wird das ganze durch Textelemente und kleine Übungen zum Festigen deines Wissens. Ganz nach dem Motto: Lernen mit allen Sinnen, damit du die Wahrscheinlichkeiten des Behaltens der Lehrinhalte maximierst.

Viel Erfolg und Spaß bei der Vorbereitung auf deine Jagdprüfung!

Weidmannsheil und fette Beute wünschen dir

Dein Jägerschmiede-Team und die kooperierenden Jagdschulen!

Jagen Lernen Online

Deine Online-Jagdschule für die Vorbereitung auf  die Jagdprüfung

Du möchtest deinen Jagdschein machen? Du willst mehr über Jagd, Natur und heimisches Wild lernen? Dann bist du hier genau richtig!

  • Videos von Experten
  • Originale Prüfungsfragen der Bundesländer
  • Zusammenarbeit mit Hochschulen, Jagdschulen und Verbänden
  • Übersichten und Eselsbrücken
  • Interaktive Tests